Pressemitteilung

ASB fordert verbindliche Qualitätskriterien für die Kindertagesbetreuung

Frankfurt/Berlin, 10. September 2018 – Damit alle Kinder in ihrer Entwicklung möglichst gut gefördert werden, muss die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) qualitativ verbessert werden. Dafür sind der Personalschlüssel und die Zeit für Leitung wesentliche Stellschrauben. Gerade hier zeigt das am 28. August von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte Ländermonitoring zu Frühkindlichen Bildungssystemen (www.laendermonitor.de) eine enorme Bandbreite zwischen den einzelnen Bundesländern auf. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Qualität der Kindertagesstätten mit einem Gesetz zu verbessern. Der erste Entwurf eines Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes liegt jetzt vor.

Der ASB fordert verbindliche Qualitätskriterien für die Kindertagesbetreuung.

Foto: ASB/Hannibal

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kritisiert, dass darin verbindliche Ziele für eine einheitliche Qualitätsentwicklung in allen Bundesländern fehlen und der Bund sich voraussichtlich nicht dauerhaft an der Finanzierung beteiligt.

„Die Verbesserung des Personalschlüssels ist mit Abstand die kostenintensivste Maßnahme zur Steigerung der Qualität in der Kindertagesbetreuung. Hier ist eine verstetigte finanzielle Beteiligung des Bundes unerlässlich. Die Länder müssen sich im Gegenzug verbindlich auf konkrete Ziele der Qualitätsverbesserung festlegen. Hier muss gegenüber dem aktuellen Gesetzentwurf nochmals deutlich nachgebessert werden“, stellt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch klar.

„Kindertageseinrichtungen sind die erste Bildungsinstitution, in denen Kinder ganzheitlich gefördert und begleitet werden. So können sie sich zu Persönlichkeiten entwickeln, die stark und selbständig sind. Wir brauchen einen guten Personalschlüssel, um die Entwicklungsprozesse der Kinder bestmöglich zu fördern, die pädagogische Arbeit zu gestalten sowie die Einrichtung zu leiten. In Qualität und Qualitätsverbesserung muss in Hessen und auf Bundesebene dauerhaft investiert werden“, fordert Annette Schäfer, verantwortliche Referentin für Kinder- und Jugendhilfe im ASB Hessen, und unterstreicht damit den Appell des ASB-Bundesgeschäftsführers.

Aus Sicht des ASB muss mit dem Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz ein Prozess eingeleitet werden, an dessen Ende bundesweit einheitliche Standards für die Qualität in den Kindertageseinrichtungen stehen.

Kontakt für weitere Informationen:


Dorothee Faißt, Marketing, Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen e.V,
Feuerwehrstr. 5, 60435 Frankfurt, Tel. 069 5484044-13, dorothee.faisst(at)asb-hessen.de