Tabea kehrte nach dem Studium in das Mehrgenerationenhaus zurück
Sie beschreibt ihn als Jackpot – ihren Bundesfreiwilligendienst im ASB Mehrgenerationenhaus (MGH) in Lohfelden bei Kassel. Auch wenn diese Zeit schon eine Weile zurückliegt, sind die guten Erinnerungen noch präsent. Nach ihrem Studium kehrte Tabea für eine Zeit ins MGH zurück und übernahm dort die Koordination der Einrichtung, die zum ASB Regionalverband Kassel-Nordhessen gehört.

Als sich Tabea 2014 für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) entschied, war für sie klar: Diese Zeit wollte sie beim ASB verbringen. „Ich bin einige Jahre in Lohfelden aufgewachsen, habe dort die ASB-Kita und den ASB-Hort besucht“, erzählt sie – damit verbunden: „Viele gute Erinnerungen.“ Auch der Einsatzort passte gut zu ihren Vorstellungen: „Ich wollte gerne mit Menschen arbeiten.“ Besonders begeistert sie, dass das MGH Menschen unterschiedlichen Alters unter einem Dach zusammenbringt: Kinder, Familien und Senioren. „Das MGH ist ein Abbild der Gesellschaft“, sagt sie.
Der Bundesfreiwilligendienst hat Tabea nachhaltig geprägt. Mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen habe sie beispielsweise mitgenommen: „Das Gefühl, ich kann das.“ Dazu beigetragen hat auch der Freiraum, den sie für eigene Ideen und Konzepte bekam – etwa für den PC-Kurs „Kinder an die Maus“. „Man hat mir das zugetraut“, schildert Tabea das positive Gefühl. Die Erfahrungen im Freiwilligendienst empfindet sie als bereichernd: „Du lernst, wer du bist, welche Stärken du hast und entdeckst neue Seiten an dir.“
Neben der persönlichen Entwicklung konnte sie wichtige Kompetenzen für das Berufsleben erwerben: „Organisieren, delegieren, im Team arbeiten, fachliche von persönlicher Kritik unterscheiden“, zählt Tabea einige Beispiele auf. Noch wichtiger ist ihr jedoch die menschliche Kompetenz: „Ich habe etwa gelernt, wie viel ein Lächeln zählt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden und zuzuhören.“
Die Erfahrungen im MGH beeinflussten schließlich auch Tabeas berufliche Pläne. Eigentlich wollte sie nach dem Fachabitur Grafikdesign studieren. Stattdessen schrieb sie sich an der Kasseler Universität für Soziale Arbeit ein. Ihr Wunsch: „Nach dem Abschluss ins MGH zurückkehren.“ Im Herbst 2019 bewarb sie sich und hatte Glück: Eine Elternzeitvertretung wurde gesucht. „Das war für mich wie nach Hause kommen.“
Für eine Zeit übernahm sie anschließend die Koordination des Lohfeldener Mehrgenerationenhauses. Das MGH bietet vielfältige Angebote, vom Spieletreff über den Mittagstisch bis hin zu verschiedenen Kursen. „Ich habe viel Spaß daran“, resümiert sie. Auch die Wertschätzung der Besucherinnen und Besucher motivierte sie. Für viele ist das MGH ein wichtiger sozialer Anker, gerade weil sie alleine sind: „Es bedeutet ihnen viel, da zu sein.“
Tabeas Geschichte zeigt, dass ein Bundesfreiwilligendienst weit über die eigentliche Einsatzzeit hinaus prägen und wichtige Impulse für den persönlichen und beruflichen Weg geben kann.

