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Informationen zum Zwischenfall in einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel

Der Rettungssanitäter, um den es dabei geht, war Mitarbeiter des ASB in Hessen. Ihm wird vorgeworfen einem hilflos auf der Trage liegenden Flüchtling Gesichtsverletzungen zugefügt zu haben. Entsprechende Aufnahmen einer Überwachungskamera kursieren seit dem gestrigen Donnerstag in der Öffentlichkeit. Der betreffende Mitarbeiter wurde direkt nach dem Bekanntwerden des Vorgangs suspendiert und die fristlose Kündigung wurde umgehend ausgesprochen.

Ein solches Verhalten eines Mitarbeiters ist natürlich mit den Werten unserer Hilfsorganisation unvereinbar. Wir distanzieren uns auf das Deutlichste von jeglicher Art von Gewalt.

Getreu dem Motto „Wir helfen hier und jetzt“ setzen wir uns alle konsequent für Menschen ein, die Hilfe benötigen. Als Teil des Paritätischen Spitzenverbandes der freien Wohlfahrtspflege sind für uns Werte wie Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Toleranz elementare Grundlagen unserer täglichen Arbeit. Diesem Wertefundament haben wir uns in vielfältiger Weise verpflichtet, unter anderem als Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“. Tagtäglich engagieren sich in Hessen mehr als 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – davon rund 1.100 im Rettungsdienst – in diesem Sinne für ihre Mitmenschen.

Die Vorgänge in Kassel haben uns alle auf das Tiefste bestürzt. Sie stehen genau für das Gegenteil des moralischen Anspruchs, für den wir uns jeden Tag einsetzen. Für Menschen, die unsere Grundsätze in dieser Weise pervertieren und in ihr Gegenteil verkehren, ist im ASB kein Platz.

Wir werden unsere Grundsätze auch in Zukunft konsequent verfolgen und uns weiterhin entschieden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Verletzung unserer Werte einsetzen.

Frankfurt, 12.03.2021

Matz Mattern
Landesgeschäftsführer
Arbeiter-Samariter-Bund LV Hessen e.V.