Ukraine-Krieg: Wir helfen im Grenzgebiet und in Hessen

Unsere Ukraine-Nothilfe

Der Krieg in der Ukraine bedroht das Leben vieler Menschen und hat zahlreiche von ihnen heimatlos gemacht. Es gibt einen immensen Bedarf an humanitärer Hilfe – sowohl in den Nachbarländern, die viele Geflüchtete derzeit aufsuchen, als auch in Hessen.

Ukraine-Hilfe an der polnischen Grenze

An der polnischen Grenze unterstützten wir geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer mit einem Nothilfeangebot mit Verpflegung, temporärer Unterbringung und Versorgung im 24-Stunden-Betrieb.

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Unser hessisches Erkundungsteam hat sich Anfang März zunächst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und konkrete Hilfsbedarfe identifiziert. Am 11. März reiste ein weiteres Einsatzteam an die polnisch-ukrainischen Grenze nach Budomierz. Es brachte Hilfsgüter, eine Feldküche, ein ausreichend starkes Stromaggregat sowie Zelte, Feldbetten, Tische, Bänke und Hygieneartikel für die Versorgung ins Einsatzgebiet und baute damit das Versorgungsangebot auf.

Jetzt unterstützt der ASB die Geflüchteten direkt hinter dem Grenzübergang mit einem Rastplatz, Decken, warmen Mahlzeiten und Getränken. Bis zu 800 Essen wurden bislang an einem Tag herausgegeben. Gemeinsam mit den Kräften der französischen Feuerwehr hilft der ASB Hessen dort rund um die Uhr.

Mit zum Einsatzort brachte das ASB-Team eine große Hilfslieferung an Medikamenten und Verbandmaterial, das von offiziellen Sammelstelle aus in die Ukraine geliefert wird.

Unser Einsatz an der polnisch-ukrainischen Grenze konnte Anfang April erfolgreich beendet werden . Die Anzahl der Grenzübertritte an unserem Einsatzort sind Ende März stark gesunken, gleichzeitig sind die polnischen Strukturen gestärkt, sodass der Einsatz für die Landesverstärkung des ASB Hessen offiziell beendet werden
konnte. Es war für unsere Einsatzkräfte eine außergewöhnliche Situation.

 

Ukraine-Hilfe in Hessen

In Hessen engagieren wir uns mit dem Aufbau von Infrastruktur für die Aufnahme von Geflüchteten. Damit bieten wir geflüchteten Menschen einen sicheren Ort, an dem sie ankommen können.

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Unsere Regionalverbände und Tochtergesellschaften in ganz Hessen arbeiten mit an dem Hilfsangebot für die Kriegsgeflüchteten.

Regionalverband Frankfurt am Main
In kürzester Zeit haben Helfer:innen eine Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine mit 100 Betten aufgebaut. Unterstützt wurden sie dabei von der Freiwilligen Feuerwehr. ASB und DRK haben gemeinsam an der Messe eine Notunterkunft aufgebaut, die jetzt von beiden Hilfsorganisationen gemeinsam im Auftrag der Stadt weitergeführt wird. Dort können bis zu 2.000 Männer, Frauen und Kinder versorgt und verpflegt. Am 25. März 2022 hat sich auch der hessische Innenminister ein Bild der guten Arbeit vor Ort gemacht.

Dafür stellt die ASB-Tochtergesellschaft O.P.A.L. Mahlzeiten zur Verfügung. Zusätzlich hat der Regionalverband ein Hotel angemietet, indem 96 Zimmer für die Kriegsflüchtlinge zur Verfügung stehen. Aktuell ist der RV Frankfurt in Verhandlung, ein weiteres Hotel für über 300 Personen anzumieten.

Regionalverband Kassel-Nordhessen
In der Gemeinschaftsunterkunft an der Eugen-Richter-Straße arbeiten die Freiwilligen Feuerwehren, das THW, DLRG, DRK, die Johanniter und der ASB Nordhessen Hand in Hand, um Betten aufzubauen und die Versorgung sicherzustellen. Parallel werden Teile der Messe Kassel für die Unterbringung von Geflüchteten vorbereitet.

Der Regionalverband Kassel-Nordhessen wurde vom Landkreis Kassel als Betreiber für die Notunterkunft im ehemaligen Gartencenter Hornbach beauftragt. Am 06.04. werden die ersten Geflüchteten erwartet. Unklar ist noch wie viele es sein werden. Die Notunterkunft kann insgesamt bis zu 530 Geflüchtete aufnehmen. Der Regionalverband übernimmt dort ebenfalls die Sozialbetreuung und Essensausgabe.

Regionalverband Mittelhessen
Nachdem der Einsatzbefehl einging, eine Notunterkunft zu schaffen, wurde der Katastrophenschutz des Kreises alarmiert. Innerhalb von 78 Stunden haben insgesamt 100 ehrenamtliche Helfer:innen aller Hilfsorganisationen, darunter auch Helfer:innen aus dem ASB-Regionalverband Mittelhessen, in Nidda eine Notunterkunft errichtet und seitdem Hand in Hand gearbeitet. Die Notunterkunft, die bis zu 1.000 Geflüchtete aufnehmen kann, wird weiterhin von den Hilfsorganisationen gemeinsam betrieben.

Der Betrieb der Notunterkunft In Nidda wurde mit Ende März planmäßig und erfolgreich  von den Hilfsorganisationen an einen privaten Betreiber übergeben.

ASB Lehrerkooperative gGmbH
Unsere Tochtergesellschaft, die ASB Lehrerkooperative mit dem Schwerpunkt Bildung, organisiert ehrenamtliche Dolmetscher:innen und bereitet aktuell pädagogische Einrichtungen auf die Integration von Flüchtlingen im Alltag vor. Außerdem übernimmt die ASB Lehrerkooperative die Koordination des Spielbereichs in der Geflüchtetenunterkunft an der Messe Frankfurt. Im Einsatzteam an der polnischen Grenze trägt die ASB Lehrerkooperative mit dem Einsatz einer Dolmetscherin zur Überwindung von Sprachhürden bei.

O.P.A.L. Catering GmbH
Als Caterer für Kindertagesstätten und Schulverpflegung ist unsere Tochtergesellschaft O.P.A.L. routiniert, wenn es um die Zubereitung größerer Mengen von Essen geht. Sie versorgt im Rahmen der Ukraine-Nothilfe rund 2.200 Menschen mit Mahlzeiten, weitere sind in Planung. O.P.A.L. hat derzeit offene Stellen.