Pressemitteilung

ASB-Katastrophenhelferin aus Wiesbaden startet nach Mosambik

Noch in dieser Woche wird ein neunköpfiges Team von ehrenamtlichen Katastrophenhelfern nach Mosambik reisen. Ein erstes ASB-Team ist bereits seit dem vergangenen Donnerstag vor Ort und hat den Hilfsbedarf konkretisieren können: Nach den heftigen Zerstörungen durch den Zyklon droht dem Land eine schwere Gesundheitskatastrophe - deshalb wird das Schnelleinsatz-Team (FAST) aus Ärzten, Rettungskräften und Ingenieuren insbesondere in Gesundheitszentren unterstützen.

Die Wiesbadenerin Inga Sybill Krüger bei einem Schulungseinsatz mit Trinkwasserfiltern. Diese Woche noch reist sie und acht weitere ehrenamtliche Katastrophenhelfer nach Mosambik.

„Die Arbeit unseres FAST-Teams vor Ort hat zum Ziel, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und Epidemien durch gezielte Schutz- und Hygienemaßnahmen zu vermeiden“, so Ludwig Frölich, 1. Landesvorsitzender des ASB Landesverband Hessen e.V. Erste Fälle von Cholera und Malaria sind bereits gemeldet worden. Deshalb besteht der medizinische Teil des ASB-Teams aus Ärzten und Fachkräften mit dem Schwerpunkt der Infektionsprävention. „Sauberes Trinkwasser ist eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Cholera und sichert unter Einhaltung der Standards, die grundlegendsten Menschenbedürfnisse. Unser Team ist für Einsätze in Krisengebieten besonders geschult und setzt die Anlagen dort ein, wo der Bedarf am größten ist“, erklärt Ludwig Frölich. Der technische Teil des Teams wird sich deshalb auf die Installation von Wasserfiltern konzentrieren. Die leichten und mobilen Skyhydranten filtern Viren und Bakterien aus verunreinigtem Wasser und sind schnell aufgebaut. Eine installierte Anlage kann in 24 Stunden bis zu 1.100 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen und ist somit ein wesentlicher Bestandteil, um Epidemien zu vermeiden.

Zu dem neunköpfigen Team gehört auch Inga Sybill Krüger vom ASB-Landesverband Hessen. Die 37-jährige Ingenieurin für Verfahrenstechnik hat außerdem einen Master in Humanitarian Action und ist seit 2012 ehrenamtlich im FAST engagiert. Sie ist sogenannte WASH-Expertin (Wasser, Sanitäre Einrichtungen und Hygiene) und wird das technische Team vor Ort leiten.

Das FAST wird zunächst zwei Wochen im Katastrophengebiet bleiben. Neben der Soforthilfe wird es das Personal in den Gesundheitsstation im Umgang mit Infektionskrankheiten und in der Nutzung der Wasserfilter schulen.

Ansprechpartnerin
Hilke Vollmer

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